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Wortlaut 15Neue Ausgabe 2009/2010  ab sofort erhältlich.
100 Seiten, 3,00 €
Literaturpreis der Nürnberger Kulturläden
Literaturpreis der Nürnberger Kulturläden
Der Verein Kulturladen Nord e.V.

Der KUNO ist ein selbstverwaltetes Kulturzentrum, das von dem gleichnamigen Verein, der gemeinnützig anerkannt ist, getragen wird. Das vielfältige Programmangebot umfasst aktuell auf die folgenden Schwerpunkte: 

Literaturförderung
Literarische Matinéen, Lesungen, Förderung junger Autor(inn)en, Initiative des Literaturpreis der Nürnberger Kulturläden, Literaturfest „WortWärts“ (seit 2006)


Bildende Kunst
 Der KUNO hat für aktuelle Kunstausstellungen ein eigenes Galeriegebäude errichtet (siehe „Galeriehaus“)


Musik
Reihe „Jazzfrühstück“, Reihe „art meets art“ (in Zusammenarbeit mit Galeriehaus e.V.), moderne, neue und klassische Musik, Weltmusik


Kulturtreff „55+!“
Sprachkurse, Gruppen


Bildungsbereich
Vorträge, Seminare, Kurse und Workshops


Zielgruppen
Seniorentreff (Offenes Tagescafé mit Programm), Canastarunde,

Kreativkurse und Ferienangebote für Kinder

Seit seinem Bestehen fungiert der KUNO auch als Treffpunkt für Gruppen und Vereine, für Gruppierungen aus dem kultur-, umwelt- und gesellschaftspolitischen Bereich ebenso wie für Selbsthilfegruppen und Freizeitangebote. Dafür stehen vier Veranstaltungs- und Seminarräume, eine Küche und eine Töpferei zur Verfügung. Die KUNO-Büros befinden sich im Vorderhaus.

Zur Geschichte des Hauses
Der Kulturladen Nord ist im Jahr 1975 gegründet worden. Hervorgegangen ist der eingetragene Verein aus einer Bürgerinitiative, die sich überwiegend aus Mitgliedern des SPD-Ortsvereins Nürnberger Nordostbahnhof zusammengesetzt hat. Nach dem damaligen Kulturladen in der Rothenburgerstraße war er der zweite seiner Art in Nürnberg und wird als erster freier Träger mit städtischen Geldern unterstützt.
Der Schwerpunkt der inhaltlichen Arbeit lag auf der Förderung emanzipatorischer Gruppen, da vor allem im Bereich Kinder und Jugend, Frauen und Ausländer. Der KUNO hat mehrere Jahre lang die Schwangerenberatung unterstützt und beherbergt und damit zu ihrer späteren Selbstständigkeit beigetragen. Ähnlich verlief es auch mit der Aids-Hilfe Nürnberg, die für mehr als ein Jahr im KUNO untergebracht war, bevor sie eigene Räume bezog.
Im KUNO haben sich zahlreiche politische Gruppierungen getroffen; im KUNO war aber auch der Entstehungsort für die ersten Umweltinitiativen wie Robin Wood, Greenpeace und später dem Energiewendebündnis. Der emanzipatorische Anspruch des KUNO erforderte es auch, sich für (gesellschaftlich benachteiligte) Minderheiten einzusetzen und zu aktuellen politischen Brennpunkten und Themen Stellung zu beziehen.
Möglich war das auch – im Gegensatz zu städtischen Einrichtungen – wegen seiner unabhängigen, selbstständigen Trägerstruktur, die es im Übrigen erlaubte, schneller und unbürokratischer und damit auch – was die Kosten betrifft – oft preisgünstiger handeln zu können
Ende der 80er, Anfang der 90er Jahre setzten Veränderungen in der Struktur des Vereins und der Gruppenbelegung und in der programmatischen Ausrichtung des Kulturladens ein. Der KUNO stellte sich, so weit es die finanziellen und personellen Ressourcen jeweils erlaubten, auf das gesteigerte Publikumsbedürfnis nach inhaltlicher Qualität und angemessener Ausstattung der Räume ein.
Wenngleich sich (umwelt-)politische Gruppierungen weiterhin im KUNO treffen und neu formieren, nehmen politische Vorträge und Veranstaltungen im Programm heute weniger Platz ein, die Themen fließen dafür in verschiedene Kunst- und Kultursparten ein.
Der Literaturbereich etablierte sich im Lauf der Jahre und wurde weiter ausgebaut. Der Kunstbereich im KUNO bekam mit dem Neubau des Galeriehauses eigene Räume und eine eigene Organisationsstruktur.