Der
Verein Kulturladen Nord e.V.
Der
KUNO ist ein selbstverwaltetes Kulturzentrum, das von
dem gleichnamigen Verein, der gemeinnützig anerkannt ist, getragen
wird. Das vielfältige Programmangebot umfasst aktuell auf die folgenden
Schwerpunkte:
Literaturförderung
Literarische
Matinéen, Lesungen, Förderung junger Autor(inn)en, Initiative des
Literaturpreis der Nürnberger Kulturläden, Literaturfest „WortWärts“
(seit 2006)
Bildende
Kunst
Der
KUNO hat für aktuelle Kunstausstellungen ein eigenes
Galeriegebäude errichtet (siehe „Galeriehaus“)
Musik
Reihe
„Jazzfrühstück“, Reihe „art meets art“ (in Zusammenarbeit mit
Galeriehaus e.V.), moderne, neue und klassische Musik, Weltmusik
Kulturtreff
„55+!“
Sprachkurse, Gruppen
Bildungsbereich
Vorträge,
Seminare, Kurse und Workshops
Zielgruppen
Seniorentreff
(Offenes Tagescafé mit Programm), Canastarunde,
Kreativkurse
und Ferienangebote für Kinder
Seit
seinem Bestehen fungiert der KUNO auch als Treffpunkt für
Gruppen und Vereine, für Gruppierungen aus dem
kultur-, umwelt- und gesellschaftspolitischen Bereich ebenso wie für
Selbsthilfegruppen und Freizeitangebote. Dafür stehen vier
Veranstaltungs- und Seminarräume, eine Küche und eine Töpferei zur
Verfügung. Die KUNO-Büros befinden sich im Vorderhaus.
Zur Geschichte des Hauses
Der
Kulturladen Nord ist im Jahr 1975 gegründet worden. Hervorgegangen ist
der eingetragene Verein aus einer Bürgerinitiative, die sich
überwiegend aus Mitgliedern des SPD-Ortsvereins Nürnberger
Nordostbahnhof zusammengesetzt hat. Nach dem damaligen Kulturladen in
der Rothenburgerstraße war er der zweite seiner Art in Nürnberg und
wird als erster freier Träger mit städtischen Geldern unterstützt.
Der
Schwerpunkt der inhaltlichen Arbeit lag auf der Förderung
emanzipatorischer Gruppen, da vor allem im Bereich Kinder und Jugend,
Frauen und Ausländer. Der
KUNO hat
mehrere Jahre lang die Schwangerenberatung unterstützt und beherbergt
und damit zu ihrer späteren Selbstständigkeit beigetragen. Ähnlich
verlief es auch mit der Aids-Hilfe Nürnberg, die für mehr als ein Jahr
im KUNO untergebracht war, bevor sie eigene Räume bezog.
Im
KUNO haben sich zahlreiche politische Gruppierungen getroffen; im KUNO
war aber auch der Entstehungsort für die ersten Umweltinitiativen wie
Robin Wood, Greenpeace und später dem Energiewendebündnis. Der
emanzipatorische Anspruch des KUNO erforderte es auch, sich für
(gesellschaftlich benachteiligte) Minderheiten einzusetzen und zu
aktuellen politischen Brennpunkten und Themen Stellung zu beziehen.
Möglich
war das auch – im Gegensatz zu städtischen Einrichtungen – wegen seiner
unabhängigen, selbstständigen Trägerstruktur, die es im Übrigen
erlaubte, schneller und unbürokratischer und damit auch – was die
Kosten betrifft – oft preisgünstiger handeln zu können
Ende
der 80er, Anfang der 90er Jahre setzten Veränderungen in der Struktur
des Vereins und der Gruppenbelegung und in der programmatischen
Ausrichtung des Kulturladens ein. Der KUNO stellte sich, so weit es die
finanziellen und personellen Ressourcen jeweils erlaubten, auf das
gesteigerte Publikumsbedürfnis nach inhaltlicher Qualität und
angemessener Ausstattung der Räume ein.
Wenngleich
sich (umwelt-)politische Gruppierungen weiterhin im KUNO treffen und
neu formieren, nehmen politische Vorträge und Veranstaltungen im
Programm heute weniger Platz ein, die Themen fließen dafür in
verschiedene Kunst- und Kultursparten ein.
Der
Literaturbereich etablierte sich im Lauf der Jahre und wurde weiter
ausgebaut. Der Kunstbereich im KUNO bekam mit dem Neubau des
Galeriehauses eigene Räume und eine eigene Organisationsstruktur.